Die Weinbautradition

Mit dem Erwerb der Ländereien im Gebiet des Castello di Buttrio begannen sorgfältige Sanierungsarbeiten. Von den Rebstöcken bis zum Boden und vom Schloss bis zu den landwirtschaftlichen Gebäuden musste alles wieder instand gesetzt werden. Eine Scholle nach der anderen, ein Stein nach dem anderen nahm das Projekt langsam Form an. Und von den anfänglichen 25 Hektar, 13 davon Weinberge, hat sich die Fläche immer mehr ausgedehnt. Alessandra Felluga, Winzerin in fünfter Generation, stand ihrem Vater Marco von Anfang an zur Seite, als dieser 1994 das Eigentum in Buttrio erwarb. Es erschien ein gewagtes Unterfangen: im Friaul der Weißweine auf die Produktion von herausragenden Rotweinen zu setzen. Alessandra, die das das Potential, das Buttrio als Anbaugebiet birgt, erkannte, teilte die Ansicht ihres Vaters und übernahm 2007 die eigenverantwortliche Leitung. Dieser Weitblick zeigt sich heute in den Resultaten, die auf der 26 Hektar großen Rebfläche erzielt werden.

Am Anfang der Geschichte stand der Hügel Pampinutta

Verfolgt man die Chroniken über die Jahrhunderte zurück, entdeckt man, dass das Land, das Alessandra Felluga für ihre Welt des Weinanbaus ausgewählt hat, auf eine lange Weinbaugeschichte zurückblickt. Dies belegt bereits der Name des Hügels, auf dem die Trauben der Weine des Castello di Buttrio gedeihen: Pampinutta, ein eindeutiger Hinweis auf die Blätter der Rebstöcke. In dem Kirchenbuch der Kirche Santa Maria in Buttrio findet sich ein Eintrag, der besagt, dass Federico Signore di Buttrio schon 1429 „Conzi” der Rebsorte Cividino verschenkte. Es wird des Weiteren erwähnt, dass der Weißwein Cividino „sehr aromatisch war und nach Rosolio und Nelken schmeckte” und dass im gleichen Zeitraum auch „Ribolla d’Istria, Pinella, Clareda, Turbiano, Malvasia, Moscatello” erzeugt wurden. Im 17. Jahrhundert gesellten sich dann außerdem „Refosco, Picolito, Tazzelenghe, Bevert, Prosecco, Negrus, Fumat, Corvin, Cordovado, Ribolla Nera, Dulciolo, Berzamino, Ribolla Gialla und Ribolla Verde” dazu.

Das Castello di Buttrio heute: Weinkellerei, charmantes Hotel, Osteria

Die Schönheit der Landschaft, die Fruchtbarkeit der angelegten Weingärten, die Zähigkeit der historischen Weinberge, der Frieden, der mit den wechselnden Jahreszeiten in jeder Faser spürbar ist und die Geschichte, die das Schlossensemble sowie die umliegenden, offensichtlich seit Jahrhunderten bewirtschafteten Ländereien aufgesaugt haben, sind ein wertvolles Gut. Ein herrliches Erlebnis für diejenigen, die dies zu schätzen wissen. Hieraus entstand die Idee, unsere Gäste an Verkostungen in der Weinkellerei teilhaben zu lassen sowie Mittag- und Abendessen in der Locanda und Aufenthalte vor der Kulisse des historischen Wohnsitzes, das zu einem charmanten Hotel umgestaltet wurde, anzubieten. Das Schlosshotel eignet sich auch wunderbar zur Ausrichtung von Hochzeiten und Events.

Weitere Informationen